Bienensterben nach Waldbränden! Unser Pinienhonig aus der Insel Euböa.

Imker mit Bienenstock Kukuvaja Feinkost

Die Imker auf Euböa stehen nach den verheerenden Bränden vor einer sehr schwierigen Zukunft, da der abgebrannte Wald mindestens in den nächsten zehn Jahren keine Nahrung für Bienen bieten wird. Der Gedanke an die Zukunft ist jedoch ein Luxus, denn die Imker in der Region versuchen, die Gegenwart zu bewältigen und ihre Bienen „vor dem Verhungern“ zu retten. Schlimmer noch, viele Erzeuger hatten ihre Bienenstöcke nicht angemeldet, weil sie befürchteten, „von ihrer Rente abgeschnitten“ zu werden oder „eine hohe Steuerschuld zu zahlen“.

So ist Griechenland in den im Mai veröffentlichten Zahlen zur Honigerzeugung der Europäischen Union das einzige Land, in dem die Zahl der Imker im Dreijahreszeitraum 2020-2022 stark zurückgegangen ist, nämlich um 62%. Damit liegt Griechenland heute auf Platz 6 der honigerzeugenden EU-Länder, während es noch vor wenigen Jahren auf Platz 2 lag.

Euböa

Euböa und ihre Pinienwälder

Der Wald von Euböa war die Weide für Hunderttausende von „einheimischen“ Bienen, aber auch für viele andere Bienen, die von Imkern aus verschiedenen Teilen Griechenlands zum Weiden gebracht wurden. Tausende von Bienen aus Gebieten auf dem Peloponnes, in Mittelgriechenland und Thessalien wurden zu bestimmten Zeiten des Jahres nach Euböa in die Wälder gebracht, die es zum großen Teil nicht mehr gibt. Ähnliche Kiefernwälder für Weidebienen gibt es auf Thassos und Chalkidiki.

Bienenstock

Pinienhonig macht 75 % der griechischen Honigerzeugung aus, und davon stammen 40 % aus den Pinienwäldern in Euböa. Folglich sind die Voraussetzungen nicht gegeben, um 25-30 % der gesamten griechischen Honigmenge zu erzeugen, während die Imker nicht nur ihr Einkommen verloren haben, sondern auch gezwungen sind, die Bienen zu füttern, wenn sie ihre Bienenstöcke erhalten wollen.

Kukuvaja Pinienhonig

Die Zerstörung des Pinienwaldes in Euböa bedeutet, dass die Imker ihre Bienen nach Chalkidiki oder auf Thassos umsiedeln müssen, da dies die einzigen Gebiete mit ähnlichen Pinienwäldern sind, was aber praktisch und wirtschaftlich unmöglich ist.

honig

Unser Kukuvaja-Imker Tasos erzählte mir, dass die Fahrt von Volos nach Euböa und wieder zurück ca. 300 EUR kostete und um die 3 Stunden dauerte. Man ist morgens losgefahren und kam Abends mit einem vollen LKW wieder zurück. Aktuell sieht es so aus, dass er mit seinem Bruder nach Thassos mit Übernachtung fahren muss. Die Kosten liegen bei 1.200 EUR und die Hinfahrt dauert über 6 Stunden. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass es aufgrund der geringen griechischen Honigerzeugung zu großen Engpässen kommen wird (insbesondere beim Pinienhonig) und er schließt eine Erhöhung der Einzelhandelspreise nicht aus, da die Händler auf die Einfuhr von billigem Honig aus anderen Ländern von zweifelhafter Qualität drängen werden.

Du möchtest mehr über den Kukuvaja Pinienhonig wissen? Wir haben einen Beitrag über den Griechischen Pinienhonig – Wirkung und Mythologie geschrieben.

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